An Ruhestand ist nicht zu denken

von Katharina Berg - 22.05.2019

Es ist Samstag und für Günter somit ein normaler Arbeitstag - und das, obwohl er seit Februar eigentlich offiziell Rentner ist. Günter ist Jahrgang 1954 und somit 65 Jahre alt. Vor vier Jahren ist er schon einmal in Rente gegangen, damals aber noch als Fußballtrainer nach über 50 aktiven Jahren im Sport. Eine Entscheidung, die ihm verständlicherweise schon sehr schwer fiel. Aber so gar nicht mehr zu arbeiten? Das kam und kommt für Günter nicht in Frage: „Mir würde definitiv etwas fehlen, wenn ich überhaupt nicht mehr arbeiten würde.“

Mit 61 Jahren ist Günter arbeitslos geworden. Er erinnert sich: „Nach 26 Jahren in der alten Firma stand ich auf einmal ohne Job da”. Eigentlich hatte er die Hoffnung bereits aufgegeben. Nach mehr als 50 Bewerbungen, die er teilweise sogar persönlich abgegeben hatte, schien ihm klar: dich stellt keiner mehr ein, du bist zu alt. Dann aber kam der Anruf von Zalando und Günter wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen: „Anfangs konnte ich gar nicht glauben, dass mir tatsächlich doch noch jemand eine Chance geben wollte.“ Schon wenige Wochen nach dem Gespräch fing Günter im Mönchengladbacher Zalando Logistikzentrum im Bereich Quality an. „Man hört selten davon, dass ein Unternehmen älteren Menschen eine Chance gibt. Die meisten haben sich nicht einmal die Mühe gemacht mir eine Absage zu schicken“, sagt er. Bei Zalando fühlte sich Günter von Beginn an sehr wohl und ist bei seinen Arbeitskollegen äußerst beliebt. Alle grüßen ihn und möchten sich auch mal über privates unterhalten. Häufig geht es dabei dann um Fußball und Bayern München, Günters Lieblingsverein seit mittlerweile 40 Jahren. Aufgrund seiner Zuverlässigkeit und seines großen Engagements erhielt er von Zalando schließlich das Angebot, trotz Rentnerstatus ein Teil des Teams zu bleiben. „Er hat eine enorme Erfahrung und ist ein wichtiger Teil unseres Teams. Er wird von allen sehr geschätzt, daher hat es uns natürlich sehr gefreut, dass er unser Angebot angenommen hat“, erzählt David, Günters Führungskraft bei Zalando. Seit Februar kommt Günter also nun jeden Samstag zur Arbeit. Er selbst war über die Möglichkeit, auch als Rentner weiter bei Zalando arbeiten zu können, so glücklich, dass er seine Kollegen zum gemeinsamen Pizza essen eingeladen hat.

Aber nur die Arbeit alleine macht Günter nicht glücklich. Er hat drei Kinder und zwei Enkel. „Seitdem ich nur noch einen Tag in der Woche arbeite, habe ich viel mehr Zeit für die Enkelchen“, schwärmt er und fügt hinzu: „Da gehen wir jetzt häufiger schwimmen oder auch shoppen“. Aber nicht nur die Enkel freuen sich. Auch seine Frau Angelika hat nun mehr Zeit mit ihrem Günter: Fahrrad fahren, Eis essen oder einfach mal Faulenzen sind gemeinsame Hobbys, denen die beiden nun deutlich häufiger nachgehen können. Was er sonst noch mit seiner neuen freien Zeit anfängt möchten wir von ihm wissen: „Ach, da gibt es immer viel zu tun. Momentan renoviere ich zum Beispiel unser Haus.” Langeweile kann Günter eben nicht gebrauchen. Und abends freuen er und seine Frau sich dann über die Anrufe der Enkelin: „Jeden Abend ruft sie an und wünscht uns eine Gute Nacht”, erzählt er uns abschließend mit einem breiten Lächeln.

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